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Raumbezogene Gestaltungsansätze umfassen sowohl Instrumente und Prozesse formaler, rechtlich verbindlicher Planung als auch informelle, zum Teil mit finanziellen und anderen Anreizen arbeitende Entwicklungsstrategien. Beide Dimensionen dieser räumlichen, insbesondere überörtlichen Planung und Entwicklung sowie ihre Verknüpfung stehen im Zentrum der Forschung und Lehre der Abteilung Raumordnung und Regionalentwicklung. Das Verständnis ihrer Funktionsweisen und Wirksamkeiten erfordert die Berücksichtigung aktueller Trends und Rahmenbedingungen. Normativer Maßstab ist dabei das Leitbild der Nachhaltigen Raumentwicklung.

In der Abteilung Raumordnung und Regionalentwicklung sind als Professoren und MitarbeiterInnen auf Planstellen Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Linda Lange, Meike Levin-Keitel, Prof. Dr. Frank Othengrafen, Dr. Frank Scholles und Stefanie Hankel tätig.

Die Schwerpunkte in Forschung und Lehre der Abteilung Raumordnung und Regionalentwicklung umfassen

  • Integration von Umweltthemen in die räumliche Planung
  • Planungstheorie und Planungskultur
  • Wandel der Planung – Neue Governanceformen
  • Empirische Erforschung räumlicher Planung und Entwicklung

 

Integration von Umweltthemen in die räumliche Planung

Nachhaltige Entwicklung ist ein Leitthema unserer Zeit. Die komplexen Strukturen und Prozesse der ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systeme erfordern vielschichtige und multiperspektivische Reflexionen in der Planungswissenschaft. Dementsprechend müssen Umweltaspekte in die räumliche Planung integriert werden – sowohl in der theoretischen Konzeption als auch in der praktischen Anwendung. Insbesondere Aspekte des Klimawandels, der Biodiversität, des Wassermanagements und der Gesundheit werden aufgegriffen. Dabei sind Governance-Analysen, Umweltinformationssysteme und Umweltprüfungen Schwerpunkte von Forschung und Lehre.

 

Planungstheorie und Planungskultur

Theorien im Kontext räumlichen Planens sind Reflexionen von Planungspraktiken, welche darstellen, was und wie geplant wird. Zum einen gibt es „Theorien in der Planung“, welche sich mit den Inhalten der Planung beschäftigen. Zum anderen gibt es „Theorien von der Planung“, welche sich mit dem Planen an sich beschäftigen und der Frage, wie geplant wird. Wir beschäftigen uns mit verschiedenen planungstheoretischen Fragestellungen und dabei besonders mit der Lücke zwischen Theorie und Praxis. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf kooperativen und kommunikativen Ansätzen sowie auf Rollen und Selbstverständnissen von Planerinnen und Planern.
Einen Forschungsschwerpunkt bildet die empirische Erforschung von Planungskulturen, also die Beschäftigung mit den Fragen, wie Planungskulturen auf den verschiedenen räumlichen Maßstabsebenen beschaffen sind und sich wandeln. Grundlage hierfür ist ein Verständnis von räumlicher Planung als Ergebnis kultureller Handlungen. Planungskulturen werden durch das Zusammenspiel von sichtbaren Artefakten (wie Plänen), Denk- und Handlungsweisen der Planungsakteure und planerischen sowie gesellschaftlichen Kontexten charakterisiert.

 

Wandel der Planung – Neue Governanceformen

Ein gewandeltes Staatsverständnis korrespondiert mit einem Wandel der Planung, der insbesondere durch neue Governanceformen zum Ausdruck kommt. Untersucht werden raumbezogene Formen der Governance auf allen relevanten Maßstabsebenen. Der Fokus richtet sich auf Akteure und Prozesse und somit auch auf Veränderungen in den Planungstheorien und Planungskulturen. Hierzu werden insbesondere Planungsinstrumente und Organisationsformen untersucht, welche die Integration von zivilgesellschaftlichem und privatwirtschaftlichem Engagement in die räumliche Planung fördern und insbesondere den Anforderungen einer Bürgergesellschaft Rechnung tragen.

 

Empirische Erforschung räumlicher Planung und Entwicklung

Räumliche Strukturen sind Produkte und Bedingungen gesellschaftlichen Handelns. Daher sind soziale, demographische, ökonomische und kulturelle Rahmbedingungen und ihr Wandel in ihren teilräumlichen Differenzierungen zu untersuchen, zu verstehen und zu erklären. Dadurch können auch die Gestaltungspotenziale und Wirkungsmöglichkeiten räumlicher Planung und regionaler Entwicklungsstrategien besser eingeschätzt werden.