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Umwelt-Workcamp 2014 in der Südlichen Leineaue

Am 16. und 17. Oktober 2014 führte das Institut für Umweltplanung sein drittes Umwelt-Workcamp mit Masterstudierenden durch. Es fand diesmal in Kooperation mit der Ökologischen Station Mittleres Leinetal und dem NABU Laatzen in der Südlichen Leineaue bei Hannover statt.

Treffpunkt war das Naturschutzzentrum "Alte Feuerwache" des NABU Laatzen. Hier erhielten die 25 Studierenden unter der Leitung von Dr. Stefan Rüter und Carolin Galler zunächst einen Einblick in die Naturschutzprojekte vor Ort. Ein besonderer Fokus lag auf der Zusammenarbeit der lokalen Akteure in der Schutzgebietsbetreuung. Wie in den vorherigen Jahren stand auch 2014 die praktische Arbeit im Vordergrund. An beiden Tagen fanden mehrstündige Arbeitseinsätze im angrenzenden Naturschutzgebiet „Leineaue zwischen Ruthe und Koldingen“ statt. Auf einer ca. 4.000 m² großen Fläche führten die Studierenden Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zur Erhaltung wertvoller Offenbodenbereiche durch. So wurden aufkommende Gehölze gerodet und Gras- und Staudenbewuchs auf vorhandenen Sandwällen und Kiesflächen entfernt. Mehrere große Bäume mussten gefällt werden, um eine Beschattung der Flächen zu reduzieren. Durch die Maßnahmen sollen seltene und teils stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten gefördert werden, die auf die vegetationsarmen Biotope angewiesen sind. Hierzu zählen als bundesweit vom Aussterben bedrohte Laufkäferart der Lehmufer-Ahlenläufer (Bembidion fluviatile) und als in Niedersachsen vom Aussterben bedrohte Vogelart der Wendehals (Jynx torquilla), der im Gebiet regelmäßig brütet. Des Weiteren sollen im Naturschutzgebiet „Leineaue zwischen Ruthe und Koldingen“ Pflanzenarten wie die Büschel-Nelke (Dianthus armeria) oder das Quendelblättrige Sandkraut (Arenaria serpyllifolia) gefördert werden.

Die Arbeitseinsätze verliefen äußerst erfolgreich, und die gute Stimmung unter den Studierenden konnte auch durch zwischenzeitliche Regenschauer nicht getrübt werden. Eine besondere Bestätigung erhielten die Teilnehmenden am Ende des Umwelt-Workcamps, als Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover die Fläche mit großer Begeisterung besichtigten und den Studierenden ihren Dank für die geleistete Naturschutzarbeit aussprachen.