Eine der Fallstudien im SpongeWorks Projekt ist die Stadt Trikala in Griechenland, in der ein Sponge Park errichtet werden soll. Ziel ist es, Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu bewältigen. In Zusammenarbeit mit der LUH haben die griechische Projektpartner:innen einen Wettbewerb ins Leben gerufen, der die Kreativität und das Fachwissen von Studierenden nutzt, um inspirierende Designideen für einen Sponge Park zu generieren.
Das Hauptziel des Wettbewerbs war es, einen öffentlichen Raum zu schaffen, der zeigt, wie mit naturbasierten Wassermanagementmaßnahmen Herausforderungen wie Überschwemmungen, Dürren und Probleme mit der Wasserqualität in Trikala bewältigt werden können. Im Dezember 2025 wurde Sten Koppenhagen, Student der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, zum Gewinner des Sponge Park Design-Wettbewerbs gekürt.
Sten Koppenhagens Vorschlag mit dem Titel „Catch the Rain” überzeugte die griechischen Partner durch seinen innovativen, kreativen und professionellen Ansatz. Der Entwurf verwandelt ein hochwassergefährdetes Flussufer in ein sichtbares Beispiel für Klimaresilienz. Mit naturbasierten Lösungen verbindet das Projekt Menschen, Wasser und Landschaft durch einen multifunktionalen öffentlichen Raum, der Regenwasser auffängt, speichert und wiederverwendet.
Zu den wichtigsten Elementen gehören eine umgebaute Bushaltestelle zur Sammlung von Regenwasser und Sonnenenergie, eine Plaza und ein Amphitheater, die Hochwasserrückhalt mit gesellschaftlichen Nutzungen verbinden, ein Rückhaltebecken zur Filterung von Niederschlagswasser sowie ingenieurbiologisch gestaltete Flussufer, die die Böschung stabilisieren. Ein Netz aus wasserdurchlässigen Wegen verbindet den Park mit dem übrigen Stadtgebiet. Zusammen schaffen diese Maßnahmen eine Bildungslandschaft, die das Hochwasserrisiko verringert, die Biodiversität und das Mikroklima verbessert und veranschaulicht, wie kleinteilige Interventionen die urbane Resilienz stärken können.
Nach seiner Wahl zum Gewinner hat sich Sten mit griechischen Kollegen getroffen, um zu besprechen, wie sein Vorschlag umgesetzt werden kann. Er wurde auch nach Trikala eingeladen, um sich vor Ort ein Bild von der Entwicklung des Sponge Parks zu machen, während seine Ideen Gestalt annehmen – eine spannende und wohlverdiente Gelegenheit!
Herzlichen Glückwunsch an Sten! Vielen Dank auch an alle, die einen Vorschlag eingereicht haben. Das SpongeWorks-Team bedankt sich bei allen Teilnehmenden für ihre Kreativität und harte Arbeit.
Der vollständige Vorschlag von Sten ist auf Anfrage erhältlich. Bitte senden Sie dazu eine E-Mail an Dr. Phoebe King (king(at)umwelt.uni-hannover.de) oder Sten Koppenhagen (sten.koppenhagen(at)gmail.com).