Im Rahmen des Forschungsprojekts BioWoQ, der Arbeitsgruppe Umweltverhalten und Planung, fand am 14.03.2026 ein weiterer partizipativer Workshop zur Biodiversitätsförderung in Wohnquartieren statt. Bereits vor einem Jahr wurde im Rahmen von BioWoQ ein erster Workshop dieser Art beim Praxispartner hanova Wohnen GmbH durchgeführt.
Im Fokus des aktuellen Workshops standen Entscheidungen von Anwohnenden zu biodiversitätsfördernden Maßnahmen in einem Wohnquartier in Empelde (Region Hannover), das von der Wohnbaugesellschaft KSG Hannover GmbH – Kooperationspartner im Forschungsprojekt – verwaltet wird. Anwohnende sowie verschiedene Funktionär:innen des Unternehmens und der Pflege waren beim Planungsworkshop im Quartierstreff anwesend. Gemeinsam wurden am runden Tisch Entscheidungen für die biodiversitätfreundliche Gestaltung des Außenbereichs im Quartier getroffen.
Inhalte des Workshops:
Individuelle Visionen – Erarbeitung persönlicher Wunschbilder für das eigene Wohnumfeld
Fachliche Impulse – Informative Inputs zum Thema biologische Vielfalt und deren Bedeutung in Städten sowie zu möglichen biodiversitätsfördernden Maßnahmen
Ideenrunde –Möglichkeit zur Einbringung eigener Ideen und Wünsche zur Förderung der Biodiversität und Außengestaltung
Ranking und Stimmabgabe – Priorisierung von Maßnahmen und Angabe des persönlichen Partizipationswunsches bei der späteren Umsetzung und Pflege
Planspiel – Verortung der ausgewählten Maßnahmen auf einer Grundlagenkarte des betroffenen Teils des Wohnquartiers.
Ergebnis
Aus dem Workshop ist ein konkreter Umsetzungsplan entstanden, der biodiversitätsfördernde Maßnahmen mit neuen Aufenthaltsmöglichkeiten im Quartier verbindet. Dazu zählen unter anderem Blühstreifen, Totholzstrukturen, Nisthilfen, Obstbäume und Sitzelemente. Unter Einbezug aller Beteiligten wurde so ein gemeinsames Wunschbild geformt, das individuelle Wünsche der Anwohnenden und fachliche Aspekte berücksichtigt.
Wie geht es weiter?
Es folgen nun gemeinschaftliche Umsetzungsaktionen, in denen gemeinsam bauliche und pflanzliche Maßnahmen unter fachlicher Anleitung realisiert werden.
Text: Mitja Hecht