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Forschungsfragen

Im Bereich Landschaftsplanung und Naturschutz ist zu klären, welche Anforderungen sich aus der zunehmenden Bedeutung von Kommunikation und Partizipation in Planungsprozessen ergeben und wie der Planungsprozess durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik effektiviert werden kann. Die zukünftige Entwicklung der Landschaftsplanung vor dem Hintergrund von strategischer Umweltforschung und Europäischer Integration ist ebenso eine Frage wie die weitere Ausgestaltung und Akzeptanzerhöhung anderer Instrumente, insbesondere der Eingriffsregelung nach § 18 BNatSchG und § 1 BauGB. Die Umsetzung von Naturschutzzielen und deren Evaluation bleiben im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Die Abteilung Raumordnung und Regionalentwicklung beschäftigt sich mit inhaltlichen, organisationswissenschaftlichen und methodischen Fragen der Stadt-, Regional- und Landesplanung. Die Forschungsarbeit lässt sich drei Themenschwerpunkten zuordnen:

  1. Effektivierung der Planung mit Schwerpunkt auf institutionell-organisatorischen Fragen
  2. Regionalentwicklung und regionale Selbststeuerung (regional governance)
  3. Planungsmethodik und Umweltinformatik

Prozessschutz ist das Stichwort in Naturschutz und Landschaftsökologie. Seine fachlich sinnvolle Verortung in der Kulturlandschaft und seine Integration auf den verschiedenen Ebenen der Landschaftsplanung stellen Schwerpunktfragen dar. Sie werden begleitet von Fragen nach der Funktionsfähigkeit von Biotopverbundsystemen. Die immer schneller ablaufenden Veränderungen in der Landschaft, etwa am Rand der Ballungsräume oder in den Mittelgebirgen, machen Überlegungen notwendig, wie und wo Naturschutz flexibler denken und handeln kann und muss.

Im Vegetationsmanagement stehen Auswirkungen anthropogener Veränderungen im Mittelpunkt der Betrachtung. Wie vollziehen sich Anpassungen von Pflanzen und ihren Lebensgemeinschaften an städtische Bedingungen und deren Dynamik? Welche Konsequenzen haben anthropogene Floren- und Standortveränderungen für Naturschutz und Landschaftspflege, für ihre Leitbilder, Bewertungskriterien und Instrumente? Synergismen und Konflikte zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft sind ein weiteres Thema. Besonderes Augenmerk erhält angesichts erheblicher Pflegekosten die Frage, wie sich die (natürliche) Dynamik von Systemen in Naturschutzstrategien und praktische Naturschutzarbeit einbeziehen lässt.

Die Ingenieurbiologie wirft die Frage nach ökologischen Zusammenhängen zwischen ihren Baustoffen als Sicherungselementen und als Lebensraum auf. Zudem wird untersucht, welche biotechnischen Eigenschaften von Pflanzenarten über die traditionellen Techniken hinaus für ingenieurbiologische Sicherungsmaßnahmen nutzbar sind und welche neuen Möglichkeiten sich mit Zierpflanzen im urbanen Raum als Sicherungs- und Gestaltungselementen eröffnen.

Was macht die Schönheit einer Landschaft aus? Wie lässt sie sich erfassen, erhalten, zu einem Wert im allgemeinen Bewusstsein entwickeln und mit welcher Hilfe von Planung in der Landschaft umsetzen? Welchen Beitrag leisten historische Kulturlandschaftselemente zur Schönheit und Eigenart von Landschaften? Diesen Fragen wird im Bereich Natur- und Landschaftserleben, Erholungs- und Tourismusplanung nachgegangen. Auch Fragen nach der Dorfentwicklung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und die Auseinandersetzung mit Klischees vom "alten Dorf" und von Ländlichkeit gehören in diese Arbeitsrichtung. Weiter wird untersucht, wodurch und in welchem Maße Natur und Landschaft durch Erholungsnutzung und Tourismus beansprucht werden. Es sind praxisorientierte Lösungswege zu suchen, die touristische Beeinträchtigungen reduzieren. Einen Schwerpunkt bilden die Fragen nach Auswirkungen von Sportaktivitäten auf Natur und Landschaft und wie diese umweltverträglich gestaltet werden können.

Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung sind Aufgabengebiete mit einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen. Welche Formen von Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung können für die unterschiedlichen Zielgruppen in Naturschutz und Landschaftsplanung genutzt werden? Welcher Medieneinsatz ist dabei angemessen? Grundsatzfragen im Zusammenhang mit neuen Technologien stellen Themen für die nahe Zukunft dar. So ist zu klären, ob sich die Wahrnehmung von und der Umgang mit realem Raum angesichts der Konfrontation mit den virtuellen Räumen des WWW verändert, und welchen Einfluss dies auf die gesellschaftliche Wertigkeit der Natur haben kann. - Neue Möglichkeiten der disziplin-internen Ausbildung mittels interaktiver Lernanwendungen und Telelearning sowie des institutionellen Wissensmanagements sind weitere Themen.

Im Bereich Geo-Informationssysteme und Fernerkundungsverfahren als ebenfalls zukunftsträchtige Arbeitsrichtung wird der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten luft-und weltraumgestützte Fernerkundungsverfahren zur Informationserhebung für die Belange von Landschaftsplanung und Naturschutz bieten und wie insbesondere radargestützte Fernerkundungsverfahren zum Zwecke des Umweltmonitorings eingesetzt werden können.