ForschungForschungsprojekte
Leguminosen in biodiversitätsbasierten Landwirtschaftssystemen im Mittelmeerraum (LEGU-MED)

Leguminosen in biodiversitätsbasierten Landwirtschaftssystemen im Mittelmeerraum (LEGU-MED)

Leitung:  LUH-Teilprojekt: Prof. Dr. Christina von Haaren; Gesamtprojektleitung: Federico Martinelli (PhD), Universität Florenz
Team:  Dr. Miguel A. Cebrián-Piqueras, M.Sc. Anna-Lena Vollheyde
Jahr:  2023
Förderung:  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderinitiative "Partnership for Research and Innovation in the Mediterranean Area" (PRIMA)
Laufzeit:  November 2020 – Oktober 2023

KURZBESCHREIBUNG

Der Mittelmeerraum ist eines der wichtigsten Gebiete für den globalen Schutz der Biodiversität. Landwirtschaftliche Intensivierung und die starken, durch den Klimawandel zu erwartenden, klimatischen Veränderungen stellen eine große Gefährdung für die Agro-Ökosystemleistungen und die Entwicklung einer nachhaltigen und resilienten Landwirtschaft im Mittelmeergebiet dar.  

Das internationale Verbundvorhaben LEGU-MED zielt darauf ab, einen internationalen und gut integrierten Plan zur Inwertsetzung der Agrobiodiversität von Leguminosen im Mittelmeerraum in biodiversitätsbasierten Anbausystemen voranzutreiben und folglich die Leistungen des Agrarökosystems im Mittelmeerraum zu verbessern. Die Forschungsaktivitäten sind darauf ausgerichtet, die Ökosystemleistungen im Gebiet zu erhöhen, dazu die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und gleichzeitig den Einsatz synthetischer Substanzen zu minimieren sowie den Landwirten ein zufriedenstellendes und stabiles Einkommen zu sichern. Zu Letzterem wird LEGU-MED einen partizipatorischen Ansatz verwenden, bei dem Stakeholder-Gruppen in die Co-Kreation innovativer Lösungen einbezogen werden. 

Das Team der Leibniz Universität Hannover arbeitet am Teilprojekt „Modelle und Ansätze für eine biodiversitätsbasierte Landwirtschaft in leguminosen-basierten Anbausystemen" mit dem Ziel, neue räumlich-konkrete Modelle zu entwickeln. Dies sollen eine einfache Bewertung der Agrobiodiversität und verschiedenen Ökosystemleistungen auf Schlag- und Betriebsebene mittels möglichst weniger Basisdaten und Felderhebungen ermöglichen. Mittels Projektion der Wirkungen verschiedener leguminosen-basierter Anbau- und Managementmaßnahmen auf den Naturhaushalt, können die Modellergebnisse Landwirte außerdem bei der Wahl und Planung ihrer Anbaumethoden unterstützen und somit langfristig die Agrobiodiversität und die Bereitstellung von versorgenden, regulierenden und kulturellen Ökosystemleistungen im Mittelmeerraum verbessern und fördern. Die Modelle werden in Zusammenarbeit mit den Forschungsaktivitäten unserer internationalen Partner entwickelt und kalibriert und berücksichtigen eine breite Palette verschiedener typischer biophysikalischer Verhältnisse im Mittelmeerraum, das Know-how der Landwirte vor Ort sowie soziokulturelle und sozioökonomische Bewertungen. Das Projekt verwendet Linsen und Kichererbsen als Modelle für alle Körnerleguminosen im Mittelmeerraum. 

SHORT DESCRIPTION

The Mediterranean basin has been identified as an important area for global biodiversity conservation. Agricultural intensification and the great climatic changes, that are likely to occur in the future, pose a threat to the supply of Mediterranean agro-ecosystem services and the development of a sustainable and resilient agriculture.  

The international research project LEGU-MED aims to put forward an international and well-integrated plan to valorize legume agrobiodiversity in biodiversity-based farming systems and consequently enhance agroecosystem functions and services in the Mediterranean basin. The research activities aim to increase ecosystem services while maintaining soil fertility, minimize the use of synthetic chemical compounds, and maintain a satisfactory and steady income for growers. For the latter, LEGU-MED will use a participatory process where a subset of stakeholder’s community will be involved in the co-creation of innovative solutions.  

The Leibniz University Hannover team is working on the subproject “models and approaches for a biodiversity-based agriculture in legume-based farming systems” with the aim to develop new spatially concrete models. This should allow a simple assessment of agrobiodiversity and different ecosystem services at patch and farm level using as few data and field surveys as possible.  By projecting the effects of different legume-based cropping and management methods on the agro-ecosystem, the model results can also assist farmers in choosing and planning their cropping practices, thus enhancing and promoting agro-biodiversity and the supply of ecosystem services (i.e. provisioning, regulating and cultural) in the Mediterranean basin in the long term. The models will be developed and calibrated in collaboration with the research activities of our international partners and will include a broad range of different typical biophysical conditions in the Mediterranean area, local farmers’ know-how as well as socio-cultural and socio-economic assessments. The project uses lentils and chickpeas as models for all grain legumes in the Mediterranean area.