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Innovationslabor „H2-Wegweiser Niedersachsen“

Innovationslabor „H2-Wegweiser Niedersachsen“

Leitung:  Prof. Dr. Christina von Haaren
Team:  M.Sc. Ole Badelt
Jahr:  2024
Förderung:  Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Laufzeit:  Mai 2021 - April 2024

WISSENSCHAFTSALLIANZ WASSERSTOFFTECHNOLOGIE: INNOVATIONSLABORE FÜR WASSERSTOFFTECHNOLOGIEN

 

Multimodale Wasserstoffsysteme sind mit neuartigen und zusätzlichen Infrastrukturen im Raum verbunden, deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bisher noch nicht bekannt sind. Der „H2-Wegweiser Niedersachsen“ untersucht, wie ein wasserstoffbasiertes Energiesystem der Zukunft in Niedersachsen konkret gestaltet werden kann, welche technischen Varianten vorteilhaft sind und welchen Einfluss rechtliche, ökologische und ökonomische Aspekte haben. Forschungsziel ist eine geschlossene und ganzheitliche Methodik zur Konzeption und Bewertung von kombinierbaren Speicher-, Transport-, Konversions- und Nutzungsprozessen, die für eine Konkretisierung der niedersächsischen Wasserstoff-Implementierungsstrategie genutzt werden kann.

Zusammensetzung der Teilprojekte und beteiligte Praxispartner

Dazu werden die einzelnen Phasen der Wasserstoffkette durch Modellansätze auf unterschiedlichen Detailierungsebenen betrachtet und hinsichtlich der oben genannten Aspekte analysiert und bewertet. Das Vorhaben befasst sich dazu auf drei inhaltlichen Ebenen mit den unterschiedlichen Aspekten einer Wasserstoff-Wirtschaft: Die technische Ebene beantwortet Fragen zur untertägigen Speicherung von Wasserstoff in Kavernen- und Porenspeichern sowie zur Konversion von Wasserstoff in Kohlenwasserstoffe und Ammoniak. In der sozioökologischen Ebene werden Umweltauswirkungen erforscht und ökologische Bewertungen durchgeführt.  

Das Institut für Umweltplanung untersucht dabei, wie eine frühzeitige Integration von Lösungsstrategien projizierter Umweltprobleme oder Reaktionen von Betroffenen in das Wasserstoff-System gelingen kann, um unnötige Konflikte bei der Einführung und Allokation der Anlagen in der Landschaft zu vermeiden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Frage nach dem energiewirtschaftsrechtlichen Rahmen für Wasserstoffanlagen. Die Systemebene fasst dann die Ergebnisse zusammen, setzt diese mittels Szenarioanalysen in einen zeitlichen und räumlichen Kontext und zeigt auf, welche Geschäftsmodelle sowohl betriebswirtschaftlich tragfähig als auch ökologisch sinnvoll sind.   

Bei allen Untersuchungen werden die besonderen Randbedingungen, die Niedersachsen für eine Vorreiterrolle beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft prädestinieren, berücksichtigt und kann auf eine intensive Begleitung durch eine Vielzahl an industriellen Praxispartnern zurückgreifen.

ProjektpartnerInnen


Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover:

  • Institut für Elektrische Energiesysteme (IfES-EES)
  • Institut für Umweltplanung (IUP)


Technische Universität Clausthal:

  • Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum (CUTEC)
  • Institut für deutsches und internationales Berg- und Energierecht (IBER)
  • Institut für Aufbereitung, Deponietechnik, und Geomechanik (IFAD)
  • Institute of Subsurface Energy Systems (ITE)
  • Institut für Chemische und Elektrochemische Verfahrenstechnik (ICVT)


Institut für Solarenergieforschung GmbH (ISFH)