EWAZ-Transfer – Transferprojekt zum Energie- und Wasserspeicher Harz
| Leitung: | Prof. Dr. Fritz Kleinschroth |
| Team: | Anna-Lena Vollheyde, Wiebke Winkelhues |
| Jahr: | 2027 |
| Förderung: | Europäische Fonds für regional Entwicklung (EFRE) und Land Niedersachsen |
| Laufzeit: | 01.09.2025 – 31.08.2027 |
Bei diesem interdisziplinären Projekt arbeiten mehrere Partner aus Niedersachsen zusammen. Zu den akademischen Partnern zählen die TU Clausthal, die TU Braunschweig, die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, die Universität Göttingen und die Leibniz Universität Hannover. Außerdem sind fünf Industriepartner beteiligt: Harzwasserwerke, Uniper, Harz Energie, VGH Versicherungen und Öffentliche Versicherung Braunschweig. Das Projekt wird aus Mitteln des EFRE der beteiligten Zukunftsregionen SüdOst-Niedersachsen und Südniedersachsen gefördert.
Hintergrund
Der Klimawandel verstärkt extreme Wetterereignisse wie Dürren und Überschwemmungen. Dadurch wird eine nachhaltige Bewirtschaftung von Wassereinzugsgebieten erschwert. Gleichzeitig erfordert der Umstieg auf erneuerbare Energien fortschrittliche Speicherlösungen. Pumpspeicherkraftwerke können eine entscheidende Rolle bei der Energiewende spielen: Sie speichern Energie in Zeiten der Überproduktion oder Netzüberlastung und geben sie in Zeiten von Stromengpässen wieder ab. Sind sie multifunktional ausgelegt, können sie auch als Maßnahme zur Klimaanpassung dienen und Schutz vor Extremereignissen bieten. Trotz dieser bekannten Vorteile wurden in Deutschland in den letzten 20 Jahren fast keine neuen Anlagen gebaut. Dies ist in erster Linie auf die strengen Standortanforderungen sowie die potenziell hohen Umweltauswirkungen des Eingriffs in die Landschaft und den Umfang der Bauarbeiten zurückzuführen.
Ziele
Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt darauf ab, neue Möglichkeiten und Gestaltungsoptionen für ein Pumpspeicherkraftwerk im westlichen Harz zu untersuchen. Dabei werden Umweltverträglichkeitsprüfungen und Strategien zur Schadensminderung von Beginn des Planungsprozesses an einbezogen. Die Integration von Energie- und Wassermanagement mit Klimaanpassung wird darüber hinaus zur Entwicklung innovativer Hybridkraftwerke führen, die die Speicherung erneuerbarer Energien unterstützen und zusätzliche Ökosystemleistungen wie Trinkwasserversorgung, Hochwasserschutz und Niedrigwasseraufstockung erbringen. Solche Anlagen stellen nicht nur im westlichen Harz einen neuartigen Ansatz dar, sondern auch eine Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel im Rahmen der Energiewende in Norddeutschland. Durch die Einbeziehung einer Analyse potenzieller Umweltauswirkungen in dieser frühen Phase zielt das Projekt darauf ab, die Umweltauswirkungen durch Anpassung der Bau- und Betriebsmethoden zu minimieren. Darüber hinaus soll dieser proaktive Ansatz zu einer Beschleunigung der Planung in späteren Phasen beitragen.
Beteiligung des IUP
Die Forschungsgruppe „Planung für Biodiversität und Vegetationsentwicklung“ unseres Instituts ist in erster Linie am Arbeitspaket „Umweltauswirkungen“ des Projekts beteiligt. Ihr Hauptziel ist die Entwicklung und Umsetzung einer Methodik zur ökologischen Risikobewertung. Mithilfe dieses maßgeschneiderten Ansatzes sollen Bereiche identifiziert werden, in denen Auswirkungen auf geschützte Umweltgüter zu erwarten sind. Auf diese Weise kann zur Entwicklung von Minderungsstrategien beigetragen und die Gesamtumweltleistung des Projekts verbessert werden.
Gesamtprojektkoordination: Technische Universität Clausthal