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Expertenworkshop "Akteursbezogene Analyse der energetischen Biomassenutzung"

Expertenworkshop am 10.Oktober 2006 am Institut für Umweltplanung (IUP)

Am 10. Oktober 2006 fand unter der Leitung von PD Dr. Michael Rode und PD Dr. Helga Kanning und Mitarbeit von Dipl.-Ing. Katharina Steinkraus am Institut für Umweltplanung (IUP) ein Expertenworkshop zum Thema "Akteursbezogene Analyse der energetischen Biomassenutzung - Vorgehen und Modell zur akteursspezifischen Erhebung und Analyse von Erfolgs- und Hemmnisfaktoren beim Ausbau energetischer Biomassepfade in Regionen" statt. Der Workshop ist Teil des Forschungsprojektes "Ökologische Optimierung der Produktion und energetischen Nutzung von Biomasse - Natur- und raumverträglicher Ausbau energetischer Biomassepfade" (SUNREG II), das vom Institut für Umweltplanung der Universität Hannover seit April 2006 im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), dem Land Niedersachen und der Volkswagen AG durchgeführt wird. In diesem Projekt werden der Einfluss der Produktion und energetischen Nutzung von Biomasse auf Natur und Landschaft analysiert und bewertet. Eine nachhaltige, natur- und raumverträgliche energetische Nutzung von Biomasse auf lokaler und regionaler Ebene erfordert die Unterstützung und das Engagement Einzelner sowie im regionalen Kontext auch größerer Interessengruppen, ebenso wie die Akzeptanz in der Bevölkerung vor Ort. Die Akteure der energetischen Biomassenutzung sind größtenteils andere als bei der Nutzung konventioneller Energieträger. An verstärkt auftretenden Konflikten beim Bau von Anlagen zur energetischen Nutzung von Biomasse wird deutlich, dass die Akteursinteressen und das "Akteurs-Potenzial", das von den Menschen vor Ort ausgeht, zu beachten und frühzeitig einzubeziehen sind. Denn ohne die Akteure vor Ort ist keine nachhaltige energetische Nutzung von Biomasse möglich. Für eine optimale natur- und raumverträgliche Entwicklung ist ein kleinräumiges Zusammenwirken der Akteure notwendig. Es ist daher sinnvoll, parallel zur Erfassung des theoretischen, technischen und wirtschaftlichen Potentials, die Einstellungen der Menschen vor Ort sowie die jeweiligen Rahmenbedingungen (Erfolgs- und Hemmnisfaktoren) zu betrachten, um das tatsächlich erschließbare Potential zu ermitteln. Die leitende Zielsetzung im Projekt SUNREG II ist folglich die Zusammenstellung, Entwicklung und Bereitstellung von Qualitätskriterien und Handlungsempfehlungen in Beratungstools für unterschiedliche Akteursgruppen, die an diesen Prozessen beteiligt sind. Ziel des Workshops war es, eine in SUNREG II entwickelte Vorgehensweise für eine Akteursanalyse anhand von Expertenwissen zu diskutieren und Einschätzungen regional bedeutsamer Akteurskonstellationen und ihrer Verknüpfungen zu erarbeiten. Näheres zum Projekt "SUNREG II" ist zu finden hier.