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Expertenworkshop am 6. Mai

Ziel des Workshops

Die Durchführung eines Workshops mit Vertretern der verschiedenen Raumnutzungen sollte dazu dienen, die Einschätzungen der verschiedenen Seiten bezüglich der Konkurrenzsituationen aber auch der Synergien im Bereich „Biomasseproduktion, Naturschutz und Raumnutzungen“ festzustellen, einen Positionsaustausch zu ermöglichen und mögliche Wege zur Minderung von Konkurrenzen durch übergeordnete Regelungen aufzuzeigen. Unter anderem mit Hilfe dieser Workshop-Ergebnisse sollen innerhalb des Projektes Lösungstrategien herausgearbeitet werden, die mit dem Ziel des Konkurrenzabbaus und der Förderung von Synergien in die Politikberatung einfließen können. Dies beinhaltet z. B. die Unterstützung anstehender Entscheidungsprozesse im Bereich der energetischen Biomassenutzung wie z. B. die Wärmeregelung, die EEG-Fortschreibung oder die Kraftstoffstrategie.  

 


Der Workshop gliederte sich in drei Arbeitsblöcke mit aufeinander aufbauenden Zielstellungen.

Ein erstes Teilziel war die Gegenüberstellung von aktuellen Konkurrenzen und Synergien zwischen Land- und Forstwirtschaft und den anderen Raumnutzern. Dabei soll differenziert werden, ob es sich um Konkurrenzen oder Synergien handelt,

  • die schon seit einigen Jahrzehnten bestehen,

  • die erst durch die Biomassenutzung entstanden sind,

  • die sich künftig im Falle einer verstärkten Biomassenutzung verstärken oder

  • die künftig erst durch eine zunehmend verstärkte Biomassenutzung auftreten können.

 

In einem zweiten Teilschritt sollte über Konkurrenzen und Synergien diskutiert werden, die erst zukünftig durch eine weiter verstärkte Biomassenutzung auftreten können. Dies betrifft auf der Seite der Konkurrenzen zum Beispiel die Inbetriebnahme von BTL- Produktionsstätten (Biomass to liquid) oder die Folgen von Veränderungen in der deutschen Land- und Forstwirtschaft, die zum Erreichen der energiepolitischen Ziele zur Bereitstellung von Energie aus Biomasse erforderlich sind.

 


Im dritten Block des Workshops stand die Ermittlung der gesetzlichen Regelungen und Instrumente auf der EU- und Bundesebene, die sich nach Ansicht der verschiedenen Raumnutzer gegenseitig negativ beeinflussen, sich gegenseitig behindern oder aufheben und somit derzeitig bzw. zukünftig zu Nutzungskonkurrenzen zwischen der Biomassenutzung und den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Naturschutz und Tourismus beitragen im Mittelpunkt.

Dabei war auch von Interesse, ob Defizite eher in der Ausgestaltung oder im Vollzug der Instrumente gesehen werden.

 

 

Abschließend sollten Lösungsstrategien diskutiert werden, durch die eine Minimierung der Konkurrenzen erreicht werden kann. In diesem Zusammenhang sollte auch über mögliche Instrumente zur Erreichung dieser Ziele diskutiert werden. Dabei war unter anderem von Bedeutung, ob die Ausrichtung der Ziele und / oder die Ausgestaltung der Instrumente für eine nachhaltige Biomasseproduktion zur energetischen Nutzung angepasst werden muss.