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Studierende pflegen Immaterielles Kulturerbe

Ulrich Pieper (links) und seine Kollegen führten die Studierenden in Nieheim in die Technik des Heckenflechtens ein. (Foto: R. Kirsch-Stracke)

Flechthecken sind eine kulturhistorische besondere Form der Feldeinfriedung. Das Flechten von Hecken unter Nutzung von gewachsenen Naturmaterialien war früher in Europa weit verbreitet. Im Raum Nieheim in Ostwestfalen hat sich die Technik bis heute erhalten. Wie dieses Kulturerbe gepflegt und weitergeführt wird, lernen Studierende der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung derzeit bei der tatkräftigen Unterstützung der lokalen Akteure: Von Februar bis April 2020 fährt die Gruppe mehrmals mit Dr. Roswitha Kirsch-Stracke nach Nieheim, um Haselhecken auszulichten und sich im Heckenflechten zu üben.

Im Jahr 2018 wurden die Anlage und Pflege von Flechthecken in das Bundesweite Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe aufgenommen. Die UNESCO-Generalkonferenz hat das Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes im Jahr 2003 verabschiedet. Im Frühjahr 2006 trat es nach Ratifizierung durch 30 Staaten in Kraft. Deutschland, als einer von mittlerweile 178 Vertragsstaaten, ist dem Übereinkommen 2013 beigetreten. Unter dem Motto „Wissen. Können. Weitergeben“ setzt Deutschland das Übereinkommen mit verschiedenen Aktivitäten um. Ziel ist, die Vielfalt des lebendigen Kulturerbes zu erhalten, zu pflegen und zu fördern.   

Auch der Innerstädtische Erwerbs-Gartenbau in Bamberg, die Tanzlinden-Feste die traditionelle Dörrobst-Herstellung im Steigerwald und die Haubergs-Wirtschaft im Siegerland und angrenzenden Regionen stehen auf der bundesweiten Liste des Immateriellen Kulturerbes.

Mehr Infos zu den Arbeitseinsätzen in Nieheim