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Mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft

EU-Projekt Contracts2.0 entwickelt neue Vertragsmodelle

Vorschläge für mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft gibt es reichlich. Doch wie müssen agrarpolitische Rahmenbedingungen aussehen, damit diese Vorschläge von den Landwirtinnen und Landwirten auch vermehrt umgesetzt werden können? Ansätze hierzu entwickelt das Projekt Contracts2.0, das im Juni 2019 im EU-Förderprogramm Horizon 2020 gestartet ist. 27 Partner aus Forschung und Praxis aus zwölf verschiedenen EU-Ländern arbeiten an innovativen Vertragsmodellen, die Agrarbetrieben Anreize für die verstärkte Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen bieten sollen.

Die im Projekt entstehenden neuen Vertragsmodelle sollen es den landwirtschaftlichen Betrieben erleichtern, Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen in ihre Betriebe zu integrieren, und gleichzeitig die Rentabilität zu sichern. Konkret untersuchen die europäischen Partner vier unterschiedliche Typen von Vertragsmodellen für Umweltmaßnahmen:

  • ergebnisbasierte Umweltzahlungen an Landwirte,
  • kooperative Vertragsmodelle zwischen mehreren Landwirten,
  • Umweltmaßnahmen, die an bestimmte Landtitel oder Pachtrechte geknüpft sind,
  • Vertragsmodelle, welche Akteure über eine nachhaltige Wertschöpfungskette miteinander vernetzen.

In Deutschland werden drei von insgesamt elf sogenannten Contract Innovation Labs eingerichtet, um die Vertragsmodelle gemeinsam mit Praktikern vor Ort zu entwickeln und zu testen. Mitarbeiterinnen des Instituts für Umweltplanung leiten eines der Contract Innovation Labs und arbeiten dazu mit der Firma HiPP, dem führenden Hersteller von Babynahrung, zusammen. Das Gesamtvorhaben wird vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. koordiniert.

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