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IUP erfolgreich beim ALR Hochschulpreis: Erster Platz für Dr. Linda Lange

Die Niedersächsische Akademie Ländlicher Raum e. V., kurz ALR, hatte ihren Hochschulpreis 2017 erstmals in einem neuen Format ausgelobt. Die Einreichenden durften ihre Arbeiten als Ganzes abgeben und mussten dazu von ihren Betreuenden jeweils ein Gutachten vorlegen.

Dieses Format ist gut angekommen: 22 Beiträge, so viel wie nie zuvor, gingen in den vier Kategorien ein: Studentische Projekte, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und – zum ersten Mal – Doktorarbeiten. Auch das IUP hatte sich mit mehreren Beiträgen beteiligt.

Zwei davon wurden ausgezeichnet. Das Studienprojekt "Zukünftige Entwicklung der Kulturlandschaft um das Herrenmoor im Kreis Steinburg", erarbeitet von Ronja Bollmann, Alina Giesel, Anna Klenzmann, Sarah Kühn, Antonia Langguth, Verena Mayrhofer, Manuel Nerhoff, Imke Ortgies und Femke Wittig, erhielt eine Anerkennung. Es war betreut worden von PD Dr. Sylvia Herrmann und Dr. Daniela Kempa. Bei der Preisverleihung, die von Frau Birgit Honé, Ministerin für Bundes- und Europa-Angelegenheiten und Regionale Entwicklung, vorgenommen wurde, durfte die Projektgruppe ihre Arbeit anhand eines Posters vorstellen.

Die höchste Auszeichnung, den Ersten Platz, erzielte Dr. Linda Lange, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IUP. In ihrer Dissertation "Multilokalität in ländlich geprägten Räumen Niedersachsens – Zum Einfluss einer durch temporäre An- und Abwesenheiten gekennzeichneten Lebensweise auf das bürgerschaftliche Engagement" greift Linda Lange ein zunehmend beachtetes Phänomen auf, welches aber bislang in Niedersachsen noch nicht systematisch untersucht wurde: Für zwei Gemeinden, Bad Grund und Boffzen, thematisierte sie die Chancen und Risiken multilokaler Lebensweisen, das heißt die Lebensweise von Personen, die zeitweilig an verschiedenen Orten wohnen und arbeiten, für die ländlichen Räume. Die Arbeit stellt einen innovativen und kreativen Ansatz dar, der durch eine mehrstufige Methodik, welche dennoch leicht nachzuvollziehen ist, untermauert wird. In der Auszeichnung besonders hervorgehoben wurden die konkreten Schlussfolgerungen mit einem gut unterteilten Fazit für Politik und Wirtschaft. Damit erreicht die Arbeit von Dr. Linda Lange auch eine große Anwendungsrelevanz.

Ministerin Honé betonte bei beiden Arbeiten die Wichtigkeit der bearbeiteten Themen für die Entwicklung ländlicher Räume in Niedersachsen.