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TRUST Lecture am Do, 11. Januar 2018: "Stadt und Land im Fluss – Hotspots der räumlichen Transformation"

Die Menschheit zieht um, und zwar vorzugsweise vom Land in die Stadt. Das 21. Jahrhundert wird wohl das Jahrhundert der Städte sein: Urbane Räume werden zur zentralen Organisationsform nahezu aller menschlichen Gesellschaften. Die Stadtbevölkerung dürfte sich Schätzungen zufolge bis 2050 weltweit von heute knapp 4 Milliarden auf dann 6,5 Milliarden Menschen vergrößern – und mit ihr die urbanen Infrastrukturen. Um die Jahrhundertmitte wird der typische Erdenbürger ein Städter sein, etwa zwei Drittel der Menschheit sind dann in Städten zu Hause.

Doch was heißt unter diesen Vorzeichen "zu Hause sein"? Lassen sich diese Urbanisierungsschübe überhaupt lenken und gestalten? Wie kann darüber sichergestellt werden, dass sich in Städten Lebensqualität entfaltet und Menschen ihre Potenziale nutzen können? Welche Charakteristika kennzeichnen lebenswerte Städte? Und welche Rolle spielen künftig die ländlichen Regionen?

An geeigneten Gestaltungsansätzen für diese "Grand Challenge" forschen Wissenschaftler interdisziplinär und international. Zwei Ansätze wurden exemplarisch für das Forschungszentrum TRUST vorgestellt. Prof. Dr. Dr. Martina Oldengott entwickelt für die Emscher Genossenschaft Maßnahmen, um Eingriffe aus der Industrialisierung des Ruhrgebietes zu reparieren. Prof. Christian Wertmann hat in Städten wie São Paulo und Medellín Projekte umgesetzt, um informelle Siedlungen nachträglich zu begrünen; die nächste Aufgabe wird sein, wie man sie gegen Umweltrisiken ertüchtigen kann.

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