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Kooperationsprojekt "Verringerung von Risikopotenzialen aufgrund landwirtschaftlicher Nutzung für den Naturschutz im Peenetal"

Leitung:Prof. Dr. Christina von Haaren (Die Leitung des Gesamtprojektes liegt bei Prof. Theodor Fock, Hochschule Neubrandenburg, Fachgebietsleiter Agrarpolitik, Volkswirtschaftslehre, Umweltpolitik)
Bearbeitung:Dipl.-Ing. Daniela Kempa, Dipl.-Forstw. Malte Weller
Laufzeit:Dezember 2008 - April 2012
Förderung durch:Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Bild Kooperationsprojekt "Verringerung von Risikopotenzialen aufgrund landwirtschaftlicher Nutzung für den Naturschutz im Peenetal"

Kurzbeschreibung:

Im Vorhaben wurde untersucht, wie Umweltrisiken in den Randbereichen des Peenetals minimiert werden können, die aus der landwirtschaftlichen Nutzung auf den umgebenden Flächen des geplanten Großschutzgebietes entstehen. Hierzu zählen z.B. Risiken durch Stoffausträge und Beeinträchtigungen der Biodiversität an den Schutzgebietsrändern. Durch die Verknüpfung einer Risikoanalyse für verschiedene Eintragspfade und die Anwendung der Naturschutzmanagementsoftware MANUELA wurden anschließend Maßnahmen abgeleitet und beispielhaft umgesetzt.

Projektbeschreibung:

Hintergrund und Ziele des Vorhabens:
Das Gebiet des Peenetals liegt im Nordosten Deutschlands in den Landkreisen Demmin und Ostvorpommern. Die Peene ist einer der letzten unverbauten Flüsse Deutschlands und zugleich eines der größten noch zusammenhängenden Niedermoorgebiete Europas. Ziel eines bereits seit mehreren Jahren im Gebiet tätigen Naturschutzgroßprojektes des Zweckverbandes "Peenetal Landschaft" ist die Ausweisung des gesamten Projektgebietes (ca. 35.000 ha) als Landschaftsschutzgebiet sowie die Erklärung der Kernzone (ca. 20.000 ha) zum Naturschutzgebiet.

Geographische Lage des Peenetals (Quelle: Zweckverband Peenetal-Landschaft)

Im Forschungsvorhaben wurde untersucht, wie sich Belange des Naturschutzes mit der umgebenden intensiven landwirtschaftlichen Produktion vereinbaren lassen, um daraus praxisnahe Problemlösungen zu entwickeln. Für die Untersuchungsregion stand die Frage im Vordergrund, wie Risikopotenzialen durch die landwirtschaftliche Nutzung an den Rändern der Kernzone im Peenetal minimiert werden können. Insbesondere durch die korridorähnliche Form der Naturschutzflächen entlang der Peene haben Randeffekte durch die vielfach angrenzende landwirtschaftlich genutzte Fläche eine hohe Bedeutung, so dass hier geeignete Maßnahmen gefunden werden sollten. Um diese Problemstellung aufzugreifen, wurden im Projekt folgende Arbeitsschritte durchgeführt:

  • Risikoanalyse und Auswahl prioritärer Flächen auf denen zielgerichtet Umweltmaßnahmen zur Verringerung von Umweltrisiken für die benachbarten Naturschutzflächen durchgeführt werden können
  • Festlegung von Maßnahmensets für die prioritären Flächen
  • Detailgenaue ökonomische Bewertung der Maßnahmenvarianten mit dem Ziel eine bessere Integration in die landwirtschaftliche Praxis und damit eine Erhöhung der Akzeptanz dieser Maßnahmen bei den Landwirten zu erreichen
  • Auswahl von Flächen, auf denen die Maßnahmen durchgeführt werden sollen per Auschreibung; Auswahl erfolgt aus den, im Rahmen der Risikoanalyse als prioritär eingestuften Flächen
  • Weiterentwicklung und Einsatz eines softwarebasierten Informations- und Beratungssystems um eine fundierte Beratung der Landwirte und effektive Umsetzung der Maßnahmen zu erreichen
  • Anlage von Demonstrationsflächen

Die Risikoanalyse hat aufgezeigt in welchen Bereichen ggf. Handlungsbedarf zum Schutz vor Erosion und Stoffeinträgen in angrenzende Naturschutzflächen des Peenetals besteht. Durch die Erfassung und Bewertung der Biotopausstattung und des Biotopverbundes sowie des Biotopentwicklungspotenzials im Bereich der potenziellen Risiko-Feldblöcke konnten weitere Erfordernisse des Naturschutzes formuliert werden. In der Verknüpfung beider Ergebnisse wurden Maßnahmen für die betroffenen Feldblöcke abgeleitet, die sowohl für den Boden- und Gewässerschutz als auch für den Naturschutz positive Wirkungen erzielen.

Die Ergebnisse des Projektes werden im Endbericht detailliert beschrieben, der hier heruntergelden werden kann:
http://www.dbu.de/OPAC/ab/DBU-Abschlussbericht-AZ-26125.pdf

 

Projektpartner:
Hochschule Neubrandenburg, Fachbereich Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften
Zweckverband Peenetal-Landschaft
Neetzower Agrarhof Peenetal GmbH

Ansprechpartnerin:
Dipl.-Ing. Daniela Kempa
Tel. 0511-762 3162
Email: kempaumwelt.uni-hannover.de

Publikationen

Pfeiffenberger Matthes; Kasten, Joachim; Fock, Theodor; Kempa, Daniela; Weller, Malte & Haaren, Christina v. (2013): Verringerung von Risikopotenzialen aufgrund landwirtschaftlicher Nutzung für den Naturschutz im Peenetal.

Endbericht zum DBU-Projekt (AZ 26125-33/0), Neubrandenburg 2013.

Kempa, Daniela; Haaren, Christina v. & Weller, Malte (2013): Biotoperfassung und -bewertung im Untersuchungsgebiet Peenetal.

In: Pfeiffenberger, Matthes; Fock, Theodor & Kasten, Joachim (Hg.): Ermittlung und Bewertung von Risiken landwirtschaftlicher Flächennutzung für den Naturschutz an den Beispielregionen Peenetal Landschaft und Sternberger Endmoränengebiet in Mecklenburg-Vorpommern. Schriftenreihe der Hoschule Neubrandenburg. Reihe 1, Band 1.

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