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Risiken der Ausbreitung von neophytischen Pflanzenarten in Niedersachsen

Leitung:Prof. Dr. Ingo Kowarik
Bearbeitung:Dr. Hartwig Schepker
Laufzeit:1995 - 1997

Forschungsvorhaben im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

Projektbeschreibung:

Die vorliegende Arbeit analysiert die Neophten-Problematik in Niedersachsen. Mittels einer schriftlichen Befragung werden die problematischen Neophyten, die mit ihnen verbundenen Konflikte und die vorgenommenen Gegenmaßnahmen in den Bereichen Forst- und Wasserwirtschaft sowie Natur- und Küstenschutz ermittelt. Unter den insgesamt genannten 31 Arten nehmen die Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina), die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) und die Knöterich-Sippen (Reynoutria japonica, R. sachalinensis und R. x bohemica) allein 2/3 aller Meldungen ein. Am häufigsten werden Vegetationsveränderungen bei einer Ausbreitung der Neophyten befürchtet, aber auch gesundheitliche bzw. wasser- und forstwirtschaftliche Probleme werden genannt. Über die Hälfte aller problematischen Vorkommen wurden bekämpft, allerdings nur mit sehr geringem Erfolg.
Einzelfallanalysen vor Ort bestätigen in den meisten Fällen die befürchteten Probleme. Zahlreiche Vorkommen sind hinsichtlich ihrer Entstehungs- und Ausbreitungsgeschichte genauer dokumentiert worden. Die meisten der untersuchten problematischen Bestände entstehen durch direkten menschlichen Einfluß (Anpflanzung, Ansaat). Oftmals fördern zudem anthropogene Störungen die weitere Ausbreitung, das Auftreten der Neophyten ist in solchen Fällen ein Symptom der menschlichen Einflußnahme.

Die Neophyten-Frage kann nicht pauschal, sondern nur auf der Basis von Einzelfällen beantwortet werden.

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