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Learning from other countries ‐ Adaption von Methoden zur Gewährleistung der Daseinsvorsorge in schrumpfenden, ländlichen Regionen Deutschlands

Leitung:Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Dr. Pia Steffenhagen
Bearbeitung:M.Sc. Linda Funke
Laufzeit:Dezember 2013 - März 2014
Förderung durch:AULET Research Incentive (Forschungsanreizprogramm der Fakultät)

Kurzbeschreibung:

Die Auswirkungen des demografischen Wandels stellen ländliche Räume vor neue Herausforderungen. Neben Deutschland sind andere europäische Staaten betroffen und die Daseinsvorsorge in dünn besiedelten Regionen ist zu einem zentralen Thema geworden. Innovative Konzeptideen europäischer Länder sollen erfasst und deren Übertragbarkeiten geprüft werden.

Projektbeschreibung:

Ländliche Räume sind in sehr unterschiedlicher Weise vom demografischen Wandel betroffen. Vor allem die strukturschwachen und dünn besiedelten Regionen kennzeichnet eine negative natürliche Bevölkerungsbilanz sowie eine damit verbundene Alterung und Abwanderung junger Menschen auf der Suche nach qualifizierter Ausbildung und Arbeit. Als Folge sind der Erhalt der Infrastruktur und die Daseinsvorsorge gefährdet, sodass diese Räume weiter an Attraktivität verlieren und das Ziel „gleichwertige Lebensverhältnisse“ dauerhaft nicht mehr gewährleistet werden kann. Damit ist die flächendeckende Handlungsfähigkeit des Sozialstaates herausgefordert.
In anderen Teilen Europas gibt es noch weit stärker betroffene Regionen, in denen bereits innovative Ansätze zur Bewältigung der Herausforderungen erprobt werden. Insbesondere die im Rahmen des Aktionsprogramms Daseinsvorsorge durchgeführte Studie des BMVBS (2010) stellt Unterschiede in Europa fest und formuliert weiteren Forschungsbedarf. Erfahrungsaustausch und Vernetzung befördern Lösungen, wobei die reine Übernahme von Methoden aus anderen europäischen Staaten nicht zielführend sein kann. Die Adaption sollte sich an den jeweils relevanten Themenfeldern, Rahmenbedingungen und möglichen Governancestrukturen orientieren.
Das Ziel des Forschungsprojekts ist es, im Rahmen von Vergleichsstudien Good‐Practice‐Ansätze aus anderen europäischen Staaten, z. B. mit Fokus auf Nordeuropa (u. a. Schweden) oder auch auf den Alpenraum (u. a. Österreich), auf Adaptionsmöglichkeiten und ‐strategien für Deutschland hin zu untersuchen. Hieraus ergeben sich u.a. folgende Forschungsfragen:

  • Gibt es europäische Ansätze zur Aufrechterhaltung von Infrastrukturen in ländlichen Räumen mit Bevölkerungsrückgang und Alterung und wie lassen sich diese auf ländliche Räume in Deutschland übertragen?
  • Welche Infrastrukturen sind aus dem Modellvergleich der Wohlfahrtsstaaten potentiell übertragbar, welche setzen einen umfassenden Modellwandel voraus?
  • Wie muss eine zielführende Adaptionsstrategie formuliert werden?

Übersicht