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Deutsch-Französisches Planungsseminar 2019: Herausforderungen der Stadtplanung und der Tourismusplanung im Raum La Rochelle in der Charente-Maritime

In der alten Kirche von St. Savinien sur Charente (Foto: K. Dahmen)
Am Wehr in St. Savinien sur Charente (Foto: K. Dahmen)

Das Deutsch-Französische Planungsseminar vom 5. bis 13. Oktober 2019 hatte die "Herausforderungen der Stadtplanung und der Tourismusplanung im Raum La Rochelle in der Charente-Maritime" zum Thema. Es wurde geleitet von Dr. Eric Thomas, Dr. Frank Scholles und Magrit Putschky und finanziell unterstützt vom Deutsch-französischen Jugendwerk.

Die zweitägige Anreise erfolgte per Bus über Lüttich, Amiens und Tours, wo die KollegInnen von der Polytech Tours aufgenommen wurden. Am Sonntagabend erreichte die Gruppe ihr Quartier in der Jugendherberge La Rochelle. Von hier aus fanden in den folgenden Tagen Ausflüge zu den unterschiedlichsten Orten und Akteuren statt. Im Haus des Départements de la Charente-Maritime wurde in die Aufgaben des Départements eingeführt, bevor Hochwasserrisiko-Management und der Umgang mit empfindlichen Naturräumen thematisiert wurden. Deren Besichtigung stand anschließend auf dem Programm.

Am folgenden Tag wurde das Küsten-Konservatorium mit seinen Aufgaben vorgestellt sowie das nationale Schutzgebiet Möeze-Oléron, ein Vogelschutzgebiet mit besonderer Bedeutung für die Überwinterung und den Zug vieler Arten, Rastplatz an der Haupt-Vogelzugroute Ost-Atlantik. Der Tag klang aus im Cognac-Ökomuseum, wo die Produktion des Cognacs und des Pineau des Charentes erläutert wurden – und die Produkte anschließend verköstigt.

Die Stadt La Rochelle mit ihrem historischen Zentrum und dem stadtregionalen Entwicklungskonzept "Sachlichkeit – Kreativität – Solidarität" stand im Mittelpunkt des nächsten Tages.

Das Fluss-Ökosystem der Charente und seine Bauten beschäftigten die Gruppe am Donnerstag in St.-Savinien-sur-Charente: Bewirtschaftungsplanung, Baumaßnahme einer mobilen Brücke, Fischtreppe, Wehr und Schleuse sowie die Herausforderungen durch Überflutung und Lebensräume versus Verschlammung der Charente waren die Themen.

Wie geht man mit dem Druck auf dem Grundstücksmarkt um, wie gelingt die bestmögliche Integration von kommunaler Entwicklung und gleichzeitig die Erhaltung des Charakters der Gemeinde als einem der schönsten Dörfer Frankreichs? Dies wurde am Beispiel von La Flotte-sur-Ré aufgezeigt.

Die Rückreise erfolgte wiederum bis Tours gemeinsam mit den Teilnehmenden der Polytech Tours, von hier aus ging es nach acht ereignisreichen Tagen zurück über Amiens nach Hannover.