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Deutsch-französisches Planungsseminar 2013

Planung, Tourismus, Küsten- und Naturschutz im Département Vendée

Vom 5. bis 13. Oktober 2013 haben sich je 22 Studierende der Leibniz Universität Hannover und der Ecole d‘ingénieurs Polytechnique de l‘Université de Tours unter Leitung von Dr. Eric Thomas, Dr. Marc-André Philippe, Dr. Frank Scholles und Dipl.-Ing. Magrit Putschky intensiv mit dem Département Vendée und seinen Kultur- und Naturlandschaften beschäftigt und dabei zahlreiche Aspekte der dortigen Infrastruktur-, Tourismus- und Umweltpolitik kennengelernt.

Die Teilnehmenden bekamen nicht nur die Möglichkeit, sich theoretisches Wissen über das Département Vendée anzueignen, sondern konnten bei den Besichtigungen vor Ort das gewonnene Wissen nachvollziehen und vertiefen. Besonders der nachhaltige Umgang mit dem Wachstum der Wirtschaft und der Bevölkerung wurde immer wieder thematisiert.

Zu Beginn war man Gast im Conseil Général du Vendée. Dort wurden die Infrastrukturpolitik und die immer bedeutsamer werdende Tourismus- und Umweltpolitik des Départements vorgestellt. Eine große Rolle spielt für das Vendée der Tourismus, aber es gibt sechs weitere wichtige Bereiche, auf die sich der Conseil Général bezieht: Soziales (Solidarität und Familie), Wirtschaftsentwicklung, Transportnetze, nachhaltige Entwicklung und erneuerbare Energie, sowie Kultur, Sport und internationale Beziehungen. Hierbei wurde deutlich, wie wichtig es ist, in Zukunft das Wachstum der Wirtschaft und der Bevölkerung nachhaltig und verträglich mit Naturschutz und Landwirtschaft zu gestalten.

Ein gutes Beispiel ist hier der besichtigte Freizeitpark „Puy du Fou“, der den Tourismus mit einem nachhaltigen Parkkonzept kombiniert.

Der Küstenschutz wurde anhand des Beispiels „Öko-Strand“ in Les Sables d‘Olonne, sowie durch die Insel Noirmoutier näher gebracht. Der „Öko-Strand“ stellt eine umweltschonende Lösung gegen den starken Sandabtrag durch die Gezeiten dar. Auf Noirmoutier gab es ebenfalls einen Einblick in die Problematik der Wasserstandschwankungen, da diese durch ihre Lage gegenüber Überschwemmungen und Sturmfluten ein hohes Risiko aufweist.

Besichtigt wurde auch das Naturschutzgebiet „Pointe d‘Arcay“, das sich durch Sandanlagerungen stetig vergrößert und durch verschiedenste Umwelteinwirkungen einen besonderen Lebensraum darstellt, der schützenswert ist.

Schließlich ging es in der Départementhauptstadt La Roche-sur-Yon, in Les Herbiers und in Les Sables d'Olonne um nachhaltige Stadtentwicklung, Wohnungspolitik sowie Freiraumgestaltung.