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Theda Behme - die Landschaft im Blick

geb. 16. März 1877 Goslar, gest. 7. August 1961 Bad Harzburg

 

”Nur wenn Schaffende und Schützende bewusst und weit mehr als bisher ihr Bemühen auch der Außenreklame zuwenden und wenn sie dabei in voller Erkenntnis einer neueren Zeit, ihrer wirtschaftlichen Notwendigkeiten und technischen Möglichkeiten zu verständnisvoller Zusammenarbeit auch mit den Reklametreibenden gelangen, wird Erhalten und Gestalten seinen Sinn zu erfüllen imstande sein”.

 

Mit Fotoapparat und Feder kämpft Theda Behme gegen die Verunstaltung der Landschaft. Die zunehmende Außenreklame wird besonders in den zwanziger Jahren zum Reizthema. Viele Veranstaltungen, so auch die Deutschen Naturschutztage, befassen sich mit der Frage, wie dieser ‘Invasion’ schnell und nachhaltig Einhalt zu gebieten sei.

Theda Behme arbeitet als Journalistin und unternimmt viele Reisen im In- und Ausland. 1917 zieht sie nach Berlin und veröffentlicht in der nachfolgenden Zeit zahlreiche Artikel zu Themen aus Heimatkunde, Kunstgeschichte und Naturdenkmalpflege. Sie pflegt Kontakte zu den Vertretern der staatlichen Naturschutzstellen in Preußen, an deren internen Jahreskonferenzen sie teilnimmt.

1931 erscheint ihr Buch ‘Reklame und Heimatbild’ als ‘Handweiser der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen’. Das Buch findet allgemein hohe Anerkennung und wird von führenden Vertretern des staatlichen Naturschutzes den Behörden als Pflichtlektüre empfohlen.

In ihrem Buch zeigt Theda Behme detailliert die bestehenden Konflikte und gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf die Außenreklame auf. Dabei betrachtet sie auch die Situation in anderen Ländern. Ihre Ausführungen veranschaulicht sie mit zahlreichen, überwiegend eigenen Fotografien.

Theda Behme ist es gelungen, nicht einseitig aus Sicht des Naturschutzes zu schreiben. Sie akzeptiert die ökonomische Notwendigkeit der Werbung, fordert aber deren ‘künstlerisch einwandfreie Gestaltung und eine Einordnung in Städtebau und Landschaftsgestaltung’. Sie setzt dabei auf Kooperation.

 

Text: Marlies Dittberner, Roswitha Kirsch-Stracke & Dagmar Krüger (1997)