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Ingenieurbiologische Bauwoche 2012 auf Spiekeroog

Der Lehr- und Forschungsbereich Ingenieurbiologie des IUP führte vom 29. Oktober bis zum 2. November 2012 wie bereits in den Jahren zuvor eine Insel-Exkursion in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesamt für Wasserbau, Küstenschutz und Naturschutz (NLWKN) durch. Die fünftägige Bauwoche ermöglicht es den Studierenden, die Interessenskonflikte zwischen Natur-, Küstenschutz und Tourismus im Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer kennenzulernen und dient der Durchführung von Ingenieurbiologischen Baumaßnahmen zum Dünenschutz.

In diesem Jahr konnte erstmals auf Spiekeroog gebaut werden. Bei diesem Vorhaben ging es um die Nachbegrünung des im Frühjahr 2012 erhöhten Schutzdeiches der „Hermann-Lietz-Schule“ im Osten der Insel. Das Besondere an diesem Deich ist, dass er teilweise nur aus Sand besteht und dünenähnlich gestaltet wurde. Bereits im letzten Jahr konnten Studierende sich kreativ über die Durchführung von Stegreifen mit in den Planungsprozess einbringen und Ideen zur Deichbegrünung liefern. Ein Teil dieser Begrünungsvorschläge wie das Aufbringen von Soden der nun überschütteten Flächen wurde vom NLWKN umgesetzt. Bei der Nachbegrünung durch die Studierenden ging es vor allem darum, „Halmstecklinge zu setzten“ – also um die Pflanzung von Baltischem Strandhafer (X Calammophila baltica) sowie um die stellenweise Entfernung der Kartoffel-Rose (Rosa rugosa). Den Abschluss der Arbeiten krönte eine vegetations- und vogelkundliche Wanderung mit fachkundiger Führung durch die Salzwiese bis zum Wattenmeer im Vorfeld des Sanddeiches.

Ein weiterer Programmpunkt der Bauwoche war ein botanisch-technischer Rundgang um den zum Teil massiv befestigten Westkopf Spiekeroogs sowie die Überquerung einer sich im Bau befindlichen Dünenverbreiterung auf Höhe des Campingplatzes mit Gerd Eilts, Leiter des NLWKN-Betriebshofes. Zu guter Letzt konnten die von den Studierenden im Laufe der Bauwoche aufgenommenen Eindrücke zum Spannungsfeld von Natur-, Küstenschutz und Tourismus beim Besuch der Ausstellung im Nationalpark-Hauses „Wittbülten“ mit dem Umweltpädagogen und Insulaner Carsten Heithecker ausführlich thematisiert und diskutiert werden.