Die Abteilung Raumordnung und Regionalentwicklung
Raumbezogene Gestaltungsansätze umfassen sowohl Instrumente und Prozesse formaler, rechtlich verbindlicher Planung als auch informelle, zum Teil mit finanziellen und anderen Anreizen arbeitende Entwicklungsstrategien. Beide Dimensionen dieser räumlichen, insbesondere überörtlichen Planung und Entwicklung sowie ihre Verknüpfung stehen im Zentrum der Forschung und Lehre der Abteilung Raumordnung und Regionalentwicklung. Das Verständnis ihrer Funktionsweisen und Wirksamkeiten erfordert die Berücksichtigung aktueller Trends und Rahmenbedingungen. Normativer Maßstab ist dabei das Leitbild der Nachhaltigen Raumentwicklung.
In der Abteilung Raumordnung und Regionalentwicklung sind Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Tanja Fruggel, Linda Funke, Meike Levin-Keitel, Magrit Putschky, Dr. Frank Scholles, Martin Sondermann und Dr. Pia Steffenhagen tätig.
Die Schwerpunkte in Forschung und Lehre der Abteilung Raumordnung und Regionalentwicklung umfassen
- Integration von Umweltthemen in die räumliche Planung
- Wandel der Planung – Neue Governanceformen
- Empirische Erforschung räumlicher Planung und Entwicklung
Integration von Umweltthemen in die räumliche Planung
Nachhaltige Entwicklung ist ein Leitthema unserer Zeit. Die komplexen Strukturen und Prozesse der ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systeme erfordern vielschichtige und multiperspektivische Reflexionen in der Planungswissenschaft. Dementsprechend müssen Umweltaspekte in die räumliche Planung integriert werden – sowohl in der theoretischen Konzeption als auch in der praktischen Anwendung. Insbesondere Aspekte des Klimawandels, der Biodiversität, des Wassermanagements und der Gesundheit werden aufgegriffen. Dabei sind Governance-Analysen, Umweltinformationssysteme und Umweltprüfungen Schwerpunkte von Forschung und Lehre.
Laufende Projekt (sowie Leiter und Bearbeiter der Abteilung)
- Urbanes Grün in der integrierten Stadtentwicklung (Studie des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Linda Funke, Martin Sondermann, Dr. Pia Steffenhagen)
- COST-Netzwerk zu „Allotment Gardens“ (Martin Sondermann, Dr. Pia Steffenhagen)
- Konzepte und Inhalte der ökologischen Risikoeinschätzung für den naturschutzverträglichen Ausbau der Energie-Netzinfrastruktur auf Generalplan- und Bundesebene (Hoch- und Höchstspannungsebene) (Magrit Putschky, Dr. Frank Scholles, Dr. Pia Steffenhagen)
- Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie in Planungen und Prüfungen (Dr. Frank Scholles)
Wandel der Planung – Neue Governanceformen
Ein gewandeltes Staatsverständnis korrespondiert mit einem Wandel der Planung, der insbesondere durch neue Governanceformen zum Ausdruck kommt. Untersucht werden raumbezogene Formen der Governance auf allen relevanten Maßstabsebenen. Der Fokus richtet sich auf Akteure und Prozesse und somit auch auf Veränderungen in den Planungstheorien und Planungskulturen. Hierzu werden insbesondere Planungsinstrumente und Organisationsformen untersucht, welche die Integration von zivilgesellschaftlichem und privatwirtschaftlichem Engagement in die räumliche Planung fördern und insbesondere den Anforderungen einer Bürgergesellschaft Rechnung tragen.
Laufende Projekte (sowie Leiter und Bearbeiter der Abteilung)
- Die anpassungsfähige Stadt (Publikationen 2012 / 2013, Meike Levin-Keitel, Martin Sondermann)
- Zivilgesellschaftliche Grün-Initiativen (Promotionsvorhaben Martin Sondermann)
- Die Renaissance Innerstädtischer Flusslandschaften im Spiegel der lokalen Planungskultur (Promotionsvorhaben Meike Levin-Keitel)
- Spatial planning and sustainable urban transport systems (Dr. Frank Scholles)
- Educating Planners for the New Challenge of Sustainability, Knowledge and Governance (PLAN-ED) (Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Dr. Frank Scholles, Dr. Pia Steffenhagen)
Empirische Erforschung räumlicher Planung und Entwicklung
Räumliche Strukturen sind Produkte und Bedingungen gesellschaftlichen Handelns. Daher sind soziale, demographische, ökonomische und kulturelle Rahmbedingungen und ihr Wandel in ihren teilräumlichen Differenzierungen zu untersuchen, zu verstehen und zu erklären. Dadurch können auch die Gestaltungspotenziale und Wirkungsmöglichkeiten räumlicher Planung und regionaler Entwicklungsstrategien besser eingeschätzt werden.
Laufende Projekte (sowie Leiter und Bearbeiter der Abteilung)
- Empirische Erforschung der lokalen Planungskultur (Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Meike Levin-Keitel, Martin Sondermann)
- Empirische Erforschung des Engagements im ländlichen Raum (EFRE Projekt, Linda Funke, Dr. Pia Steffenhagen)
- Wissenschaftliche Beratung für das Berliner Stadtentwicklungskonzept (Prof. Dr. Rainer Danielzyk)


